Einsatzübung im Kraftwerk Lippendorf

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Konzept
für Einsatzübung im Kraftwerk Lippendorf mit Beteiligung kommunaler Feuerwehren
Objekt: Kohlebandbrücke Y 0UEY
Datum/Uhrzeit: 26.06.2004 09:00 Uhr
Ziel der Übung: Überprüfung des Zusammenwirkens der Werkfeuerwehr VSU mit öffentlichen Feuerwehren auf dem Territorium des Kraftwerkes
Wirkungsablauf der Alarmierung, Alarmierungszeiträume und Inhalte der Alarmierung
Feststellung des Zeitraumes von der Alarmierung bis zum Eintreffen der öffentlichen Feuerwehren im Kraftwerk
Lagefeststellung, Entschlussfassung und Kommandogabe des Einsatzleiters
Kommunikation, Abstimmung, Entscheidungsfindung und Zusammenwirken zwischen Einsatzleiter Feuerwehr, Werkschutz, Verantwortlichen des Kraftwerkes und Führungsgruppe Feuerwehr des Landratsamtes
Erlangung von Ortskenntnissen der freiwilligen Feuerwehren im Kraftwerksbereich

Lage: Im unteren Teil der Kohlebandbrücke kam es durch die Aufwirbelung eines Glimmbrandes zu einer großflächigen Brandausbreitung, wobei neben abgelagertem Kohlenstaub bereits Kabel in Brand geraten sind und die Gefahr der Entzündung des Gummifördergurtes besteht. Wegen der starken Rauchentwicklung ist eine erfolgreiche Brandbekämpfung durch die im Einsatz befindliche Werkfeuerwehr VSU erschwert.´Es besteht die Gefahr der Brandausbreitung auf die gesamte Bandbrücke. Vorsorglich werden durch den Einsatzleiter weitere Kräfte und Mittel aus dem kommunalen Bereich angefordert.

 
Starke Rauchentwicklung erschwert das Vorgehen der Einsatzkräfte.

(Bild fehlt)
Der Ltr. d. VSU-WF Bernd Starkloff (2.v.links) Herr Kahlert, Kraftwerksleiter (2.v.rechts)    Herr Zug, Brandschutzbeauftragter (3.v.links) Herr Pechstein,  Brandschutzbeauftragter ab 01.07.04 (1.v.rechts)

Auswertung :
Gesamteinschätzung:
Die Übung wurde nach Abstimmung mit dem Kraftwerksleiter 09.07 Uhr über einen Druckknopfmelder und durch die Erzeugung von Übungsrauch ausgelöst. Die angenommene Lagebeschreibung entsprechend dem Übungskonzept und wurde dem Einsatzleiter der Feuerwehr VSU nach dessen Eintreffen per Handzettel übergeben.Nach 5 Minuten traf die Feuerwehr VSU an der Einsatzstelle mit dem Einsatzleitwagen ELW, dem Tanklöschfahrzeug TLF 29 und dem Rettungswagen RTW ein. Es ist die Einsatzbereitschaft und die vorgeschriebene Ausrückzeit von 5 min. nachgewiesen.Weitere Kräfte und Mittel aus öffentlichen Freiwilligen Feuerwehren ( Neukieritzsch, Böhlen, Lippendorf und Groitzsch) trafen in einer guten Zeit von ca. 20 Minuten ein.An der taktischen Vorgehensweise der Feuerwehreinsatzkräfte gibt es keine Beanstandungen. Die Entscheidung, nach der Lageerkundung weitere externe Kräfte und Mittel über die Leitstelle Grimma aus den öffentlichen freiwilligen Feuerwehren anzufordern, war richtig.
Die Suche bzw. Rettung der verletzten Person sowie die Brandbekämpfung in zwei Brandabschnitten erfolgten lagebedingt unter Atemschutz und truppweise.
Die Erstversorgung der verletzten Person wurde durchgeführt sowie die Einlieferung ins Krankenhaus wegen Rauchgasintoxikation stabsmäßig vorgenommen.
Die Einsatzübung mit internen und externen Feuerwehren hatte das Ziel, das Zusammenwirken und die Verständigung aller Kräfte zu überprüfen, was gut gelungen ist.
Eine Auswertung des Übungsablaufes erfolgte unmittelbar im Anschluss beim Kraftwerksleiter.

Artikel: J. Zug         Fotos: R. Berger