Rettungscontainer der Werkfeuerwehr Flughafen Leipzig - Halle

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Mit der Übernahme des Rettungscontainer „Massenanfall von Verletzten", wurde die Flughafenfeuerwehr in die Lage versetzt, im Falle eines Schadensereignisses eine größere Anzahl von Verletzten am jeweiligen Einsatzort zu versorgen.. Angelehnt an ein durch die Werkfeuerwehr erstelltes Pflichtenheft wurde der Rettungscontainer als erster dieser Art durch eine Firma aus Halle /Saale aufgebaut.
 
Der Flughafen Leipzig/Halle - im südlichsten Teil des Landkreises Delitzsch gelegen- befindet sich in direkter Nähe des Verkehrsknotenpunktes Schkeuditzer Kreuz (BAB 9 / BAB 14) und verfügt über einen eigenen Autobahnzubringer. Im Juni diesen Jahres wird der ebenfalls zu Einsatzgebiet der Flughafenfeuerwehr zählende Airportbahnhof in das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn eingebunden und täglich zunächst von 70 Zügen im Nah- und Fernverkehr angesteuert.

Ausrüstung
Neben Dekontaminationsanlage, vier jeweils 24 m² großen Schnelleinsatzzelten die untereinander verbunden werden können und von 1 – 4 mit großen Lettern auf dem Dach nummeriert sind, wurden auch zwei Leuchtballone, 50 Tragen, Chemikalienschutzanzüge und fünf Langzeitgeräte BG 4 verlastet.
Ein Windsack sowie ein pneumatisch betriebener 5 m hoher Lichtmast mit 4 x 1000 Watt gehören ebenfalls dazu. Die Stromversorgung wird über ein fest eingebautes 13 KVA Aggregat sichergestellt.
An Rettungsdienstmaterial werden u.a. Decken, fünf (5) Vakuummatratzen, 5 Schaufeltragen, 10 Notfallrucksäcke, zwei(2) Rollcontainer mit jeweils 24 zehn Liter Flaschen med. Sauerstoff und Druckminderer sowie 5 Lufthauben (Partikel) und Einweganzüge mitgeführt.
Auch ein 40 Liter fassender Kühlschrank sowie ein Gefrierschrank für die Eispatronen der BG 4 findet darin Platz.
Der Freistaat Sachsen finanzierte den Rettungscontainer mit 180.000 Euro. 36.000 Euro die vom Landkreis Delitzsch vorfinanzierten wurden, werden in den kommenden Jahren vom Flughafen in Form von Ratenzahlung refinanziert.
 
Die Werkfeuerwehr übernimmt die Ausbildung von Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises und bringt den Container an die Einsatzstelle. Als Basisfahrzeug dient der Wechsellader MAN der 1995 mit einem Schlauchcontainer 3000 (Aufbau AIW) angeschafft wurde. Besetzt wird das Fahrzeug dann durch hauptamtlich beschäftigte Angehörige (Stärke 2 Mann) der Airportwehr über Rufbereitschaft aus der dienstfreien Zeit heraus.

Fotos und Artikel:  Steffen Ludewig